SF2006

 

das ist eines der aktuelleren Bilder. Test mit 20sec Belichtung und abschliessendem Flash bei vollständiger Dunkelheit. weniger knifflig als das timing ist sich nicht die Griffel zu verbrennen. Entstanden ist das Motiv im Rahmen eines Auftrages, ein von mir gestaltetes Kundenmagazins in einer Auflage von 115.000 Stück zu produzieren. Eine der letzten Arbeiten, bevor bei uns eingebrochen wurde und sämtliche Kameras, Rechner, etliche Objektive plötzlich weg waren. Aber: stay positive! Die Laufwerke und backups waren noch hier. Und plötzlich eine Menge Zeit verfügbar das ganze Material auch mal zu sichten und hier zu posten.

ZU MIR:

Jahrgang ´78, in München geboren, Halbfranzose, war kurz Navigator der deutschen Bundesmarine, studierte ein wenig Industrie-Design, bin auch ausgebildet in 3D-Design, war aber die längste Zeit Bergsteiger für die Industrie, zeichne seit einem landesweiten Erfolg mit 16 Jahren immer mit den gleichen Stiften und führte unter anderem auch eine kleine Galerie. Fotografieren kam erst später hinzu, weil mich als Grafiker Stockfotografie einschränkte und mir die hohen Preise missfielen. Heute verstehe ich die Preise ganz gut. Ein gutes Bild kostet eben.

SCHWERPUNKT:

Das Menschliche. Seine Ästhetik. Bild und Kontext. Meine Zeichnungen, zumeist Scribbles aus Tagebüchern, sind Bilder, die immer in einem klar umrissenen Kontext stehen. natürlich gewachsene Motive und Fotos entspringen dem gleichen Duktus. Heisst sich bewusst zu sein, wie ein Motiv entstand, befähigt Motive zu wählen und Bilder zu erzeugen, die Bewusstsein schaffen. Klingt möglicherweise simpel und doof. Nur wird mir erst langsam bewusst, wie weit das reicht. Wir geben ja fortlaufend ein Bild ab und ich meine nicht nur die, die wir im Kindergarten mit Wassermalfarben, gewellt und triefend vorne abgeliefert haben. Sondern durch die Wahl jedes Attributes, dass wir uns hinzufügen, verfeinern wir unser Bild, ganz ohne Fotoapparat. Was signalisiere ich, wenn ich Rad fahre, was mit einem Panzer?